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Baum des Jahres 2015 – der Feld-Ahorn

Dr. Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, kürte für das Jahr 2015 den Feld-Ahorn (Acer campestre) zum „Baum des Jahres“. Der Feld-Ahorn ist der kleine Bruder anderer Ahorn-Arten, wie z.B. des Berg-Ahorns. Er ist oft klein, knorrig und mehrstämmig und wächst zuweilen strauchförmig, so dass er häufig übersehen oder vergessen wird.

Der Feld-Ahorn kann eine Höhe von 15 - 20 Metern und eine Stammdicke von etwa 70 cm erreichen, was ihn als idealer Baum für die Stadt- und Straßenrand-Bepflanzung auszeichnet. Auch seine hohe Toleranz gegenüber städtischen Salzeinträgen und Luftschadstoffen sowie gegenüber Sommerhitze und Trockenheit prädestinieren ihn für die Stadtnatur.

Trauben-Eiche, Foto: A. Roloff
Quelle www.baum-des-jahres.de

Hervorzuheben ist unbedingt die wunderschöne Blattfärbung im Herbst, die von Goldgelb über Rot bis weit in den November anhält. Die Blätter sind klein, langgestielt und schön gelappt. Auch die Früchte des Feld-Ahorn, die sogenannten Flügelnüsschen, sind klein und unscheinbar, färben sich beim Reifen aber intensiv rot. Etwas auffälliger hingegen sind die Zweige des jungen Feld-Ahorn, da die Rinde hier häufig schöne Korkleisten bildet. Im Alter bildet sich stattdessen eine Schuppenborke.

Eher selten findet man den Feld-Ahorn im Wald, besonders wohl fühlt er sich am Waldrand oder in Hecken-Landschaften zusammen mit verschiedensten Sträuchern. Zudem handelt es sich hierbei um eine Halbschattenbaumart, die nach dem Jugendwachstum ausreichend Licht benötigt.

Der „Baum des Jahres 2015“ gilt als wichtiges Vogelschutzgehölz und bietet einen ebenso wertvollen Lebensraum für Insekten und Pilze. Die Feld-Ahorn-Früchte werden liebend gern von Vögeln gefressen und die Blätter sind ein beliebtes Viehfutter.

Hervorzuheben sei noch, dass diese Baumart ein Höchstalter von immerhin 200 Jahren erreichen kann und sein Holz wegen seines hohen Heizwertes sehr gerne als Brennholz verwendet wird. Es ist hellrötlich, hart und schwer und oft gemasert, so dass es sich wunderbar für die Kunsttischlerei, für Drechslerarbeiten oder Möbelintarsien eignet. Da die Stammstärke aber nicht viel Holz hervorbringt, ist dieses schwer zu bekommen und teuer.


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