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Baum des Jahres 2014 – die Trauben-Eiche

Seit 1989 ernennt Dr. Silvius Wodarz, Präsident der „Stiftung Baum des Jahres“, jährlich eine gefährdete oder besonders selten vorkommende Baumart. Ein weiteres Kriterium für die Wahl können aber auch außergwöhnliche Eigenschaften eines Baumes sein. Für das Jahr 2014 wurde die Trauben-Eiche (Quercus petraea) – auch Winter-Eiche genannt – gewählt.

Die Trauben-Eiche gehört aktuell zwar nicht zu den bedrohten Arten, dennoch muss in Mischwäldern darauf geachtet werden, dass andere Bäume die besonders lichtbedürftige Eiche nicht verdrängen. Außer in Spanien, Nordskandinavien und Nordosteuropa findet die Trauben-Eiche ihre Verbreitung in ganz Europa.

Trauben-Eiche, Foto: A. Roloff
Quelle www.baum-des-jahres.de

Die Trauben-Eiche steht in enger Verwandtschaft zur Stiel-Eiche, die zweite in Deutschland vorkommende Eichenart. Die beiden Baumarten unterscheiden sich vorrangig durch ihre Blätter und durch die Anordnung ihrer Früchte, den Eicheln. Die Stiel-Eiche trägt ihre Früchte, wie der Name schon sagt, an längeren Stielen, bei der Trauben-Eichen hingegen wachsen die Früchte in einer engstehenden, traubenartigen Anordnung.

Das Besondere an Trauben-Eichen ist ihre Robustheit und Langlebigkeit, sie können sogar über 1.000 Jahre alt werden. Fäulnishemmende Stoffe, die sich im Kernholz der Eiche befinden, machen das Holz besonders hart und haltbar, weshalb es gerne für den Möbelbau, für Fenster, Türen, Treppen und Fußböden verwendet wird. In frühen Zeiten wurde Eichenholz aufgrund seiner Robustheit für den Bau von Kriegsschiffen verwendet. Mindestens 1.200 Eichen mussten für den Bau eines Schiffes herhalten.

Einen wertvollen Dienst leistet die Eiche vielen Tierarten. Insekten, Kleintiere, Nagetiere, aber auch Vögel finden ihr Zuhause in dem sog. „Tierheim der Natur“. Auch verschiedene Pilzarten, darunter hochwertige Speisepilze, oder Efeu siedeln sich gerne am Stamm der Eiche an.

Hervorzuheben ist noch, dass die Trauben-Eiche ein Pfahlwurzler ist und mit ihrer steil nach unten wachsenden Hauptwurzel besondere Sturmfestigkeit beweist. Was den Boden anbelangt, ist die Eiche eher anspruchslos, auch Trockenheit und mangelnde Nährstoffe schaden ihr nicht. Nur Licht ist ein unverzichtbarer Faktor, ohne das die Eiche nicht wachsen und gedeihen kann.

Wussten Sie schon?
  • Um im Sommer bei starker Trockenheit die Verdunstungsfläche zu reduzieren, werfen Eichen ganze Zweige mit grünen Blättern ab. Hierbei handelt es sich nicht um eine Krankheit des Baumes, sondern um eine Art Schutzreflex.
  • In der Mythologie steht die Eiche für Beständigkeit, Standfestigkeit, Kraft und Stärke und wird aufgrund dieser Symbolik sehr gerne auf Münzen, Wappen und Urkunden dargestellt.
  • Die gemahlene oder geraspelte Rinde der jungen Trauben-Eiche wirkt auf Wunden blutstillend und infektionshemmend und hilft außerdem bei Hautentzündungen und Ekzemen. Bei Durchfall, Leber- und Milzleiden oder auch Vergiftungen kann die Einnahme der Rinde als Tee förderlich sein.

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